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Hypernaut – Ozymandias

Abbildung: Hypernaut, Artwork: Steven Yoyada


(38:17, Digital, Eigenveröffentlichung, 2020)
„Ozymandias“ ist der Name eines Gedichts vom englischen Romantiker Percy Bysshe Shelly. Das vorliegende gleichnamige musikalische Erzeugnis wiederum ist das Debüt der peruanischen Heavy Rock Formation Hypernaut. Das Quintett aus Lima bewegt sich im Dunstkreis des in der gleichen Stadt ansässigen Labels Nécio Records und beschert uns in der Adventszeit ihr in Eigenregie veröffentlichtes Album.
Folgende Musiker sind auf den neun Liedern zu hören:
Gary Saavedra – Schlagzeug und Backing Vocals,
Mike Yugra – Bass,
Giancarlo Yepez – Rhythmusgitarre,
Martín Cardich – Leadgitarre,
Santiago Echecopar – Gesang.

Ohne lang zu zögern legen Hypernaut mit dem Eröffnungslied ‚Panic Attack‘ los. Es ist ein krachender und flotter Einstieg in „Ozymandias“, der verspricht, dass hier keine Langeweile zu erwarten ist. Geboten wird psychedelische Rockmusik in ihrer schwersten Ausführung. Mit kratziger Garage Rock Attitüde hauen Hypernaut gehörig auf den Putz und machen „Ozymandias“ zu einem massiven Brett aus agilem Heavy Rock.

Abbildung: Hypernaut

Zeitweise, wie zum Beispiel im rockenden und rollenden ‚(This is where I) draw the Line‘ erinnert der Sound auf „Ozymandias“ an die besseren Zeiten von Metallica gemischt härterem Stoner Rock à la Dozer. Und auch mit den ebenfalls als Lima stammenden Stoner Rockern El Jefazo lässt sich der wuchtige Klang teilweise vergleichen.
Als Alleinstellungsmerkmal dienen die Texte von Hypernaut. Anders als Großteil der Rock Bands aus Lateinamerika wird auf „Ozymandias“ ausschließlich in englischer Sprache gesungen.

Mit ihrem ersten Album platzen Hypernaut souverän und bestimmt herein. Vom agilen Start über den etwas ruhigeren Mittelteil bis zum fulminanten Endspurt gegen Ende ist „Ozymandias“ ein großartiges Zeugnis massiver und dynamischer Psychedelik.
Bewertung: 12/15 Punkten

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