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Dewa Budjana – Mahandini

Dewa Budjana - Mahandini (Moonjune, 10.12.18)

Abbildung: Dewa Budjana; Artwork: Aga Dilaga

(48:22, Vinyl, CD, Digital, MoonJune Records, 2018)
Dewa Budjana ist einer der international erfolgreichsten Künstler aus Indonesien. Mit „Mahandini“ liegt das mittlerweile elfte Solo Album des Gitarrenvirtuosen vor, auf dem er in sieben Stücken die fantastische Fusion aus Jazz und Prog zelebriert.

Und Budjana ist nicht der einzige bekannte Name, der auf „Mahandini“ vertreten ist. So lautet das Line Up:
Dewa Budjana – Gitarren und Soundscapes,
Jordan Rudess – Keyboards,
Marco Minnemann – Schlagzeug,
Mohini Dey – Bass und Konnakol.
Als Gäste sind außerdem dabei:
Mike Stern – Gitarrensolo in ‚ILW‘,
John Frusciante
– Gesang in ‚Crowded‘ und ‚Zone‘, und eine Gitarrencoda in ‚Crowded‘, sowie
Soimah Pancawati – ‚Hyang Giri‘.

Budjana präsentiert ein künstlerisch hochwertiges und anspruchsvolles Album. Der Gitarrist, der auf die Saiten von Kiesel und D’Addario schwört, imponiert mit eindrucksvollen Arrangements und virtuoser Fingerfertigkeit. In feinster Jazz Manier lässt Dewa Budjana seine Hände über die Griffbretter flitzen. Die hochkarätige Unterstützung lässt es sich ebenfalls nicht nehmen, ihr musikalisches Können unter Beweis zu stellen. Besonders im Lied ‚ILW‘ gelingt eine perfekte Fusion aus atmosphärischen Soundscapes, artistischem Jazz und knackig rockendem Prog.

Songs, die besonders herausstechen, sind zunächst die beiden Gastauftritte von Frusciante. ‚Crowded‘ und ‚Zone‘ wurden auch von ebenjener roten heißen Chili geschrieben und fallen durch funkige und dadaistische Themen auf. Auch Mike Stern lässt in ‚ILW‘ seine eigene Note wirken, was das Lied zur rockigsten Nummer auf „Mahandini“ macht. Und nicht zuletzt sorgt Sängerin Soimah Pancawati mit ihrer atemberaubenden Stimme in ‚Hyang Giri‘ für nachhaltige Gänsehaut.

„Mahandini“ ist ein schönes Stück Kunst. Alle Beteiligten lassen komplexe Arrangements und kunstvolle Details wirken, als seien sie eine Leichtigkeit. Hier trifft Jazz auf Prog und fusioniert zu einer starken Mischung, die zu fast jeder Gelegenheit passt und trotz komplexer Strukturen gut ins Ohr geht.
Bewertung: 11/15 Punkten (RG)

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