Fooks Nihil – Fooks Nihil

Abbildung: Fooks Nihil; Artwork: Joyce Abrahams


(41:35, Vinyl, CD, Digital, Unique Records/The Orchard/Membran, 2020)
Beim Sound von Max RamdohrMaximilian Schneider und Florentin Wex werden unweigerlich Assoziationen an die 1960er Jahre an der amerikanischen Westküste erweckt. Weder Ort noch Zeit dieser Annahme sind korrekt. Stattdessen sind Fooks Nihil in der hessischen Hauptstadt Wiesbaden verortet und debütieren im September 2020 mit ihrem selbstbetitelten Album.

Auf zehn Stücken lässt das Trio den Summer of Love aufleben. Dafür wird eine leichtfüßige und bewegende Melange aus Folk Rock, Americana und der psychedelischen Rockmusik der 60er Jahre vorgelegt.

Abbildung: Fooks Nihil

Ganz im Stile der Byrds und Neil Young spielen Fooks Nihil Lieder, die die Sonne scheinen lassen. Mehrstimmiger Gesang erschafft schöne Harmonien, die zum lockeren Tanzschritt der Stücke passen. Für die passende Atmosphäre sorgen Fuzz, Orgel und eine stetig antreibende Basslinie.

Auf dem samtweichen Teppich des psychedelischen Folk Rock werden auch zeitgemäße Themen angesprochen. Besonders eindrucksvoll ist der Titel ‘Down from Where She Comes’, in dem es um Flucht, Migration sowie um Frauenrechte geht. Fooks Nihil spannen somit einen Bogen zwischen Aktivismus für eine bessere Zukunft aus über einem halben Jahrhundert.

Ein weiterer Song, der heraus sticht, ist die gemächliche Country Rock Nummer ‘Misery’, die unweigerlich an ‘Knockin’ on Heaven’s Door’ erinnert. Alles in allem hat das Trio hier ein sehr leicht bekömmliches Werk vorgelegt. Fooks Nihil debütieren mit einer zeitgemäßen und ergreifenden Hommage an den Summer of Love. Dann und wann plätschert das Album dabei etwas zu sehr vor sich hin, und es könnte etwas mehr Eigenständigkeit vertragen.
Bewertung: 8/15

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