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Phoenix Rising – I

(40:36, CD, da music, 2006)
Was die Nomenklatur angeht, ist das Terrain leider etwas unübersichtlich: unter identischer Namensflagge sind u.a. eine unglaublich produktive spanische Combo, ein Sextett aus Dallas/Texas und ein Damen-Duo aus L.A./California unterwegs. Und von Rising Phoenix wollen wir gar nicht erst anfangen… Die uns heute hier beschäftigende Mönchengladbacher Metal-Combo hat sich davon nicht anfechten lassen und sich bereits 1998 unter diesem Markenzeichen zusammengefunden zu löblichem und truem Tun.

Der Spaß beginnt mit einem prächtig aufgenommenen Gewitter-Sample und – na klar! – ‚Thunder and Lightning‘. Eine Basslinie, die auch von Steve Harris hätte stammen können wird gleich mehrfach von einsetzendem Rhythmusgitarren-Sperrfeuer und Ralf Riebatzkis ein wenig an Saxons Biff Byford erinnernden Gesang zerschnitten. Bleiben wir mit den ‚Digital Dreams‘ noch in Power-Metal-Regionen, führt der ‚Angel of Darkness‘ angenehm vor Ohren, dass die Herren auch mit Doom flirten können. Das Gitarrensolo von ‚Heart of Ice‘ hellt das etwas auf, was das Rock Heart mal „eingleisigen, ultratraditionellen Heavy Metal made in Germany“ genannt hat (na, wenn ein eingleisiges, ultratraditionelles deutsches Heavy-Metal-Mag das findet…). Bei ‚Back on the Streets‘ ist man sich dann aber doch selbst fast sicher, das schon mal irgendwo gehört zu haben..? Bei ‚Out of the Dark‘ wird es sehr schunkelig-melodisch und bei ‚Wild and crazy Nights‘ – na was schon? – wild.

Produziert hat das Ganze übrigens Grave-Digger-Gitarrist Manni Schmidt, der für den abschließenden MSG-Titel ‚Armed and Ready“ auch höchstpersönlich Hand an die Axt legte.

Ohne Bewertung
(Nicht etwa, weil die Mucke schlecht wäre. Aber halt doch extrem weit weg von allem, was wir auf diesen Seiten sonst so verhackstücken.
Apropos – warum dann überhaupt diese Besprechung? Weil Ralf mir diese CD(s) netterweise mal nach einem Konzert in die Hand gedrückt hat und dieses „Echo“ längst überfällig war).

Line-up:
Ralf Riebatzki – Vocals)
Michael Minten – Bass
Peter Klein – Guitar
Daniel Lucke – Drums.

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Abbildung: Phoenix Rising