Catchlight – Helios Part One

Catchlight - Helios Part One (Eigenproduktion, 2019) (43:32, CD, Digital, Eigenproduktion, 2019)
Oooops, das klingt doch hochdramatisch: ‚For fans of Karnivool, Tool, Porcupine Tree, Katatonia, Riverside …‘. Da wurden aber gleich einmal die ganz Großen heran bemüht. Blasphemie und Sakrileg? Immerhin muss sich die 2016 gegründete französische Band erst einmal in den stürmischen Gestaden des Progressive Rocks bzw. Metals behaupten. Und das taten Catchlight in erster Instanz und mit dem Debütalbum „Amaryllis“ von 2017, das durchaus in eben jene Nische der o.a. Protagonisten zielte. Und nun das zweite Album, das vom Titel für Großes gemacht wurde (da harren wir doch der Dinge, die noch kommen sollen) und auf welchem das postapokalyptische Konzept des Debüts fortgesetzt wurde.

Trotz metallischer Einsprengsel bleibt „Helios Part One“ durchaus dem Progressive Rock zugetan, weil ja eben auch PT oder RS ihrer härteren Momente haben. Dabei bleiben die Tracks zum größten Teil songformatig, womit sich das Durchhören des übersichtlichen Albums als recht einfach gestaltet. Vor allem ‚Extinction‘ und ‚Nyx‘ kann man dabei einen gewissen Hitappeal nicht absprechen. Erst die letzten beiden Tunes, ‚Cyclops‘ und ‚Resurrection‘ stehen in ihrem semi-epischen Outfit tatsächlich für ‚progressive‘ und verschmelzen balladeske bis ambiente Melancholie mit rockigen Exzessen, die auch verdammt nah in den Kernschatten einiger der oben erwähnten Kollegen geraten.
Bewertung: 10/15 Punkten

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