The Blank Canvas – Vantablack

(41:25, Vinyl, CD, Digital, Drown Within Records, 2018)
Vantablack gilt als das “schwärzeste Schwarz der Welt”. Ganz so schwarz muss man allerdings beruhigender Weise nicht sehen. Nicht im Sinne dieses Reviews, welches am Ende doch ganz gut für die Italiener ausgehen wird, und auch nicht im Stil der Musik. Zu hören gibt es also keinen Black Metal und erst recht keinen Gothic Rock. Vielmehr bezeichnet das Trio seinen Stil als Progressive Dark Metal und startet beim ersten Song schon energisch treibend nach vorne, wie einst eine Band der Klasse Aluk Todolo und Konsorten.

Im Titelstück ‘Vantablack’ erinnert die recht flotte Mischung aus Gitarrenriffs und elektronischen Synthiespielereien stark an eine Band wie Pure Reason Revolution, an anderen Stellen, wie zum Beispiel beim Song ‘Ride The Flow’ an die Hardcore-Punk Band Refused (‘New Noise’).

Form und Stil werden in den kurzweiligen, knapp 41 Minuten durchaus gehalten, wobei hier die starke Rhythmusarbeit positiv heraus sticht. Der Bass klingt saftig, kraftvoll und der Schlagzeuger hat ordentlich Kraft, Tempo und Taktgefühl in den Knochen. Man kann sicher davon ausgehen, dass es sich hierbei um einen Menschen und nicht um einen Drumcomputer handelt. Im Infoblatt war zwar kein weiterer Name eines Schlagzeugers neben Sänger, Bassist und Gitarrist zu finden, aber auf diversen Live-Fotos sitzt tatsächlich noch ein vierter Musiker hinter dem Drumkit.

Die Musik von The Blank Canvas ist alles andere als eine leere Leinwand. Die Bilder, die von der Band darauf gezeichnet werden, sind nicht wirklich verschnörkelt, verziert oder übermäßig bunt. Eher konzentriert man sich auf klare Strukturen, direkte Linien und überwiegend düstere Farben.
Bewertung: 11/15 Punkten (MBü 11, KR 11)

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