Electric Acid – TrouperspHEARe

(51:14, CD, LP, Digital Streaming, Spacewolf Records/Calygram Records, 2019)
Mittlerweile ist es gut zwei Jahre her, dass sich eine handvoll Leipziger Musiker entschloss die Band Electric Acid zu gründen. Die musikalische Ausrichtung ergab sich aus dem Background der Musiker, waren sie doch geprägt u.a. durch Southern Rock, Psychedelic, etwas Metal und einem Großteil 70er Hard Rock. Bei den genannten Genres fallen einem umgehend die ganz großen Vertreter wie Deep Purple und Led Zeppelin ein. Wobei die Liste der Altgedienten ohne Probleme endlos zu erweitern wäre. Electric Acid verharrt trotz deutlicher Inspirationen bewusst nicht nur im Dunstkreis ihrer Vorbilder und versucht sich auch an Neuem zu orientieren. Vergangenes wird mit Gegenwart vereint, ähnlich wie man es von Siena Root oder den Blues Pills her kennt.

Gleich mit ihrer ersten EP “II” schafften die Musiker einen Achtungserfolg in der britischen Fachpresse, was bekanntermaßen schon fast einem Ritterschlag gleichkommt.
Mit dem Nachfolgealbum “TroupersHEARe” soll nun der nächste Schlag gelingen. Das Rezept der Hard Rocker ist stets gleichbleibend mit pulsierenden Hammondorgelparts, bluesig, souligen Frauenvocals, treibenden Drums und satten Gitarren- und Bassriffs — damit treffen die Songs den Nerv des Rezensenten. Um dem Ganzen mehr Nachdruck zu verleihen, wäre es allerdings wünschenswert gewesen, wenn die Sängerin Annett Berger noch etwas rotziger agieren würde, so wirkt ihre Stimme doch zeitweise etwas zu zurückhaltend.

Fazit: Verstecken brauchen sich die Leipziger ganz bestimmt nicht, Potential ist in ausreichendem Maß vorhanden. Um allerdings auch zukünftig im Haifischbecken der vielen Mitstreiter zu bestehen, wäre ein Ausruhen auf den Lorbeeren eine denkbar schlechte Empfehlung.
Bewertung: 8/15 Punkten

Line Up:
Guitar – Richard Schwertner
Vocals – Annett Berger
Bass Guitar – Thomas Kolk
Drums – Steffen Grafe

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