Cyrcus Flyght – The Clueless Caravan

(49:27, CD, Freya Records/Dutch Music Works, 2018)
Cyrcus Flyght ist einer der vielen Vertreter des Progressive Metals mit symphonischer Note. Die Vielfalt und die große Anzahl dieser Bands macht es Newcomern nicht immer leicht, Fuß zu fassen. Bereits gegen Ende der 90 iger Jahre waren Uwe Fleischhauer (Gitarrist und Songwriter) sowie Kai Uwe Broek (Drums) gemeinsam mit der Progressive Metalband „Vigilance“ aktiv und erlebten die ersten nennenswerten Erfolge, diese aber vorwiegend in Japan, USA, Kanada und auch in Südeuropa. Auf diesem musikalischen Nährboden entstand 2012, nach einigen Umbesetzungen Cyrcus Flyght. Heute ergänzen Andreas Bönecke (Bass), Olaf Gersch (Keyboards) und Isabel „Izzy“ D´Ambrosio (Lead Vocals; Tryxxter) die progressiven Metaller. Nach einigen Jahren ohne größere Aufmerksamkeit in der Musikwelt und nur gelegentlichen Live-Auftritten war es dann 2018 endlich an der Zeit, das Debütalbum „The Clueless Caravan“ zu veröffentlichen. Von großem Vorteil dürften für die Musiker dabei die Möglichkeiten des kleinen, unabhängigen Labels Freya Records sein, für eine breitere Vermarktung zu sorgen.

Die Oldenburger Band hat über die Jahre ihren eigenen Sound entwickelt, dieser steht in erster Linie für weniger komplexen, dafür aber meist symphonischen Progressive Metal. Die Titel sind durchweg etwas einfacher strukturiert, beachtenswert sind dabei die besonders gefälligen Melodien. Erwähnenswert ist ebenso, dass die oft härteren Gitarrenparts zumeist im Wechsel zu sanfteren, atmosphärischen Keyboardpassagen stehen. Ergänzt wird dieses Wechselspiel im wesentlichen durch die prägnante Stimme der Sängerin Izzy. Als Besonderheit gilt sicherlich auch, dass neben den englischen Texten auch zwei in Deutsch gesungene Titel den Weg auf die CD gefunden haben.

Dieser Mix ist dann in dieser Form eher eine Seltenheit. Welche Stilrichtung letztendlich, neben den Metalanteilen, die Musiker zusätzlich am meisten beeinflußt hat, ob es nun Art Rock oder doch eher Retro Prog ist, kann nur schwer differenziert werden. Zumindest lassen sich immer wieder unterschiedliche, musikalische Anleihen von den Großen der Szene erkennen. All die jenigen, die Freude an dieser Art von Musik haben, wird es allerdings egal sein, was überwiegt und wer gegebenenfalls Pate gestanden haben könnte, wenn es den nur in sich schlüssig und abgerundet klingt und das tut es.

FAZIT: Die Variante Symphonic Metal mit Frauengesang ist nicht unbedingt ein Novum in der Musikbranche. Die Musiker von Cyrcus Flyght machen ihre Sache aber ganz ordentlich und werden damit bestimmt ihre Nische und Fans finden. Dennoch dürfte der ganz große Wurf mit dieser CD noch nicht gelungen sein. Angesichts des offensichtlichen Könnens der Band bleibt abzuwarten, was die weitere Entwicklung an Überraschungen bereit hält.
Bewertung: 7/15 Punkten

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