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Øresund Space Collective – Chatoyant Breath

(64:45/70:46, 2 CD, DoLP, Download, Space Rock Productions, 2018)
Die dänisch-schwedischen Jam-Space-Rocker veröffentlichen mit „Chatoyant Breath“ ihr 20stes Studioalbum. Im Jahre 2004 aus verschiedensten Ländern als Musiker-Kollektiv gegründet, die zuweilen mit 20 Musikern auf der Bühne standen, haben sie das aktuelle Werk mit acht Musikern eingespielt. Da das Kollektiv von einer großen Fluktuation in der Besetzung geprägt ist, findet man auf „Chatoyant Breath“ aus den Gründertagen lediglich noch Mastermind Scott Heller alias „Dr Space“.

Das schön gestaltete aufklappbare Digipak bietet passend zu den kosmischen Jam-Trips Motive von Hawk Alfredson Musikalisch bieten die Øresunds, wie schon auf ihren letzten drei Veröffentlichungen, ausufernde Longtracks mit schier unendlichen spacig-psychedelischen Jam-Sessions. Fünf Tracks zwischen 19 und 36 Minuten ergeben in Summe eine Laufzeit der Doppel-CD von über 135 Minuten.

Vom musikalischen Wert stellt sich die Frage, ob nach so vielen Einspielungen in so kurzer Zeit überhaupt noch Unterschiede und Magnetismen wahrzunehmen sind. Der Fan des Genres wird wohl auch mit „Chatoyant Breath“ seine Freude haben. Der Rezensent, der auch gerne Bands wie Hawkwind, Ozric Tentacles, oder Hidria Spacefolk hört, wird schon nach einiger Zeit gelangweilt.

Es fehlt den Tracks eine kompositorische Grundstruktur und die Modulation der Klänge wird lediglich in einem geringen Spektrum verändert. Die Synthesizer ziepen und fiepen immer mal wieder kreuz und quer durch das Werk. Schlagzeug und Bass sorgen für einen permanenten Drive, manchmal wird auch die Geschwindigkeit heraus genommen. Die Gitarrenrhythmen und Synthesizer-Klangteppiche bieten hypnotische bis gleichförmige Klänge. Und über allem werden immer wieder endlose Gitarrensoli gelegt. Da ertönt der Reggae-Rhythmus auf dem Titeltrack „Chatoyant Breath“ richtig wohltuend. Nichts gegen Jam-Ausflüge bei ansprechender Kompositionsgüte, aber bei einer Laufzeit von über zwei Stunden ertönt so eine Jam-Orgie reichlich ermüdend.
Bewertung: 5/15 Punkten (WE 5, KR 9)

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Sapphire Records (Ltd. ed. Vinyl: : 200 Schwarz/180 Dunkelgrün/120 Orange)
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