Downriver Dead Men Go – Departure

(68:47, CD, Digital, Freia /FMLS, 2018)
Downriver Dead Men Go sind, wie fast alle Vertreter dieses Genres, Verfechter ganz großer Gesten. Und das nicht nur auf den Namen bezogen. Nomen est omen. Mit breitgewandeter Epik kommt der postrockende Fünfer aus dem niederländischen Leiden nun auch schon mit seinem zweiten Album.

Nach „Tides“, mit welchem man sich in diesem Metier schon einen nicht als zu gering zu erachtenden Achtungserfolg einspielte, wollen DDMG nun mit „Departures“ hörbar alles klar machen. Auf den siebzig hier anfallenden Minuten regiert die pure Coolness und Lässigkeit, was damit zusammenhangt, dass die Niederländer vor allem in Downtempo-Bereichen unterwegs sind. So machen sich, bezüglich Moods und Sounds, hin und wieder Pink Floyd-Atmos breit, das tieftönende Timbre von Sänger Gerrit Koekebakker, der hin und wieder schon mal (unbewusst?) den Carl McCoy mimt, verhilft der Musik zu einem nicht unerheblichen The Fields Of The Nephilim-Twist. Was vor allem auf auf dunkelbunt gebürstete Stillleben wie ‘Loneliest Of Creatures’ oder wie ‘Home’ zutrifft.

Wenn sie dann einmal lauter werden, wie etwa mit ‘Prison Walls’ oder ‘Home’, dann schwelgen sie auch deutlich(er) in Postrock-Gefilden. Die Tracks sind im Schnitt acht Minuten schwer (ein ‘Uncertainly’ bringt es sogar auf 14 Minuten), wobei die Gewichtigkeit der Dauer von einer angenehmen musikalischen Leichtfüßigkeit begleitet wird.
Bewertung: 12/15 Punkten (CA 12, KR 11)

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