1

Messa – Feast For Water

(49:31, LP, Digital, Aural Music, 2018)
Das Vorgängeralbum von Messa, „Belfry“, galt in manchen hierfür ausgelegten Gazetten als das „Doom album of the year 2016“. Wobei das jeder halten kann, wie er will. Obwohl die mächtigen Sounds schon hin und wieder in solcherart Regionen herum lamentieren, entzaubern gerade die sakral-lasziven Vocals von Sängerin Sara dahingehende Tendenzen auch wieder.

Und es ist eben auch Sara geschuldet, dass einen „Feast For Water“ nicht grenzenlos nach unten zieht. Der italienische Vierer ist nämlich da zu Hause, wo auch Acts wie Pentagram, The Obsessed oder Saint Vitus ihre unheimlich unheiligen Rituale abhielten. Tief in den Siebzigern verwurzelt mögen es Messa, obwohl die moll-Akkorde bevorzugt werden, beeindruckend abwechslungsreich.

Mit ‚Snakeskin Drape‘ kratzt die Band dabei gelegentlich an der Oberfläche des Sludge, ‚The Seer‘ kommt mit einem Ambiente, das als krautig bezeichnet werden kann (remembering: Nektar). Das Altosax am Ende von ‚Tulsi‘ ändert den eingeschlagenen Weg in Richtung Dark Jazz, das Fender Rhodes in „White Stains“ macht aus diesem Track ‚No Quarter‘ à la Messa. Und das instrumentale ‚Da Tariki Tariquat‘ zeigt, dass sich Messa auch mit dunkelbunten Postrock nicht schwer tun.

Messa – „Leah“ (Official video) from MESSA on Vimeo.

Bewertung: 9/15 Punkten (CA 9, KR 11)

Surftipps zu Messa:
Facebook
Spotify