Birds Of Passage – The Death Of Our Invention

(45:46, CD, LP, Digital, Denovali Records/Cargo Records, 2018)
Da heißt es wohl mal wieder, sich warm anziehen (passend zum tagesaktuellen Aprilwetter, d. Schlussred.). Alicia Merz versprüht zwar keine Eiseskälte, wohl aber einen wohligen Schauer des Fröstelns. Vier Jahre ist es nun schon her, dass die neuseeländische Musikerin als Birds Of Passage mit „This Kindly Slumber“ ihr letztes Album veröffentlicht hat.

Aus den Augen, aber nicht aus dem Sinn. Und schon gar nicht aus den Ohren. Zu sehr haben uns die elektrisierenden Sound-Landschaften aus Drones, dezenten Electronics und Field Recordings, welche die Musikerin vor uns ausbreitete, fasziniert. Umso mehr schürt ein neues Birds Of Passage-Album eben auch Erwartungen, Erwartungen, die allerdings auch wieder wie spielend erfüllt werden.

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Mit einem dahingehauchten Wispern beginnt und beendet Alicia Merz dabei ihren Soundexkurs, der wirkt, wie eine dahingehauchte Schneewehe, wobei die beiden Teile von „If Full of Care“ die Rahmenhandlung für „The Death Of Our Invention“ ausmachten Die Songs rieseln dabei wie Schneeflocken herab und bei genauerer Inaugenscheinnahme sind tatsächlich kristalline Strukturen erkennbar – schön und überaus zerbrechlich. So bekommt der Frühling noch einmal eine kühlen Erinnerung an die Macht des sich schon verabschiedenden Winters zu spüren.
Bewertung: 10/15 Punkten (CA 10, KR 11)

Abbildungen: Alicia Merz

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