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Sugarfoot – The Santa Ana

(66:25, CD, Crispin Glover Records/Stickman Records, 2017)
Wir sind etwas spät dran – fast ein Jahr ist es nun her, dass Sugarfoot ihr viertes Album “The Santa Ana” herausbrachten. Sowohl damals als auch heute verbreiten die Norweger einen authentischen amerikanischen Frühlingssound, der uns alle aus dem Winterschlaf holt.

Die Trondheimer Jungs sind wie schon beim Vorgänger wieder nach Joshua Tree und Rancho De La Luna zurückgekehrt und bringen die dort aufgenommenen Einflüsse wieder musikalisch atmosphärisch rüber.

‘The Nightingale’ eröffnet mit entspanntem Road-Trip-Feeling. Bildhaft kann man sich hier vorstellen durch die Weiten Amerikas zu cruisen. Abends am Lagerfeuer beim Joint ruft dann die Nachtigall im Hintergrund. Die Euphorie in ‘Hungry Man’ steckt an, bei ‘Schmogne’ kommen einem die (bekackten) Eagles in den Sinn und im fünfzehnminütigen Titeltrack werden abschließend alle Register gezogen. Überall hagelt es Erinnerungen, und der amerikanische Sound der 60er ist ein steter Reminder an die Flower-Power-Bewegung, die diese Musik damals ohne Zögern abgefeiert hätte. Man wähnt sich stets im Soundtrack eines Easy-Rider-artigen Films. Americana, Western, Folk, Blues, alles authentisch und mit einer ordentlichen Prise Rock vorgetragen. Kalte norwegische Progger machen warmen amerikanischen Rock, könnte man jetzt sagen um Klischees zu bemühen. Das jedenfalls tun sie und bleiben dabei ehrlich und echt. Man nimmt ihnen ab, was sie da spielen.

Dieses Mal hatte die Band sich vorgenommen, den gesamten Aufnahme- und Mixingprozess in zwei Wochen durchzuziehen. Mit vierzehn fertigen Songs unter’m Arm gingen sie ins Studio, mit dreizehn fertig aufgenommenen kamen sie nach einer Woche heraus. Den Mix übernahm Noah Shain. Herausgekommen ist ein melodisches und in sich stimmiges Werk, das eine raue, harmonische Atmosphäre in sich trägt, die ansteckend ist.
Bewertung: 11/15 Punkten (KR 10, PR 11)

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