Synopsys – Le Temps Du Rêve

(42:07, CD, Eigenvertrieb, 2017)
Was lange währt, wird gut? Im Fall von Synopsys dann aber auch richtig. Ganze vier Jahre lang werkelten die Postrocker aus Avignon an ihrer ganz speziellen ‚Traumzeit‘, ihrem Debütalbum, das auf die EP “Timeless” (2013) und die Single “Synopsys” von 2012 folgt. Man merkt sofort, dass die Band hiermit alles richtig machen und ein Album aus dem Stand ganz weit hinauf hieven wollte, das man so schnell nicht vergessen sollte.

„Le Temps Du Rêve“ wartet mit allen Grundelementen auf, die dieses Genre moderner Musik für Viele so angenehm machen. Sanfte, durch verhuschtes Gitarrenflimmern bestimmte Soundbrisen stehen im starken Kontrast zu harscher Riffgewalt und zornigen Vocals. Das Ganze nimmt die monolithischen Ausmaße der Musik verehrter Zeitgenossen wie Neurosis oder Isis an.

Die hin und wieder reichlich wütenden Exzesse und Ausuferungen warten dann manchmal mit einem unerwarteten Twist auf. Der Sturm beruhigt sich schlagartig und unvermittelt, und die post-metallischen Avancen gleiten in semi-klassische Kammermusik ab (‘Into The Abyss’). Tracks wie ‘Morning In The Wilderness’ und ‘A Whisper In The Evening’ bilden als Pro- und Epilog die sanfte und der Suspense des Albums nur zuträgliche Rahmenhandlung – die weiche Schale für einen harten Kern. PS: Auch auf schwarzem Vinyl erhältlich.
Bewertung: 13/15 Punkten (CA 13, KR 12)


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