C309 – Ready For The Outcry

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(61:44, CD, Eigenproduktion, 2016)
Im Herbst 2016 veröffentlichte die junge Band C309 mit „Ready for the outcry“ ihr Debütalbum in Eigenregie. Die fünf Musik-Lehramtsstudenten aus Frankfurt/M. und Umgebung verstehen ihr Handwerk sehr gut und liefern eine in allen Belangen überzeugende Vorstellung ab.

Schon die Produktion selbst ist eine Überraschung. Der Sound ist glasklar, der Mix absolut ausgewogen, die verschiedenen Instrumente und Stimmen perfekt abgemischt und sehr angenehm und differenziert wahrnehmbar.

Der Opener ‚Picking Up The Pieces‘ (5:56) zeigt auf eindrucksvolle Weise, wohin die Reise geht. Geboten wird eine eigenständige, modern-verspielte Form von New Prog (wie die Band selbst Ihren Musikstil nennt), die überwiegend melodiös gehalten mit unterschiedlichen Tempo- und Härtegraden spielt.

Gesang und Arrangements erinnern manchmal entfernt an die Hamburger Band Sylvan, wobei die Kompositionen kürzer ausfallen. Sehr gelungen und repräsentativ für die Vielseitigkeit und Spielfreude ist auch ‚Who We Are‘ (4:30) inklusive eines Saga-ähnlichen Gitarrenriffs. Auffällig sind neben vielschichtigen Arrangements und Soli eine erstklassige Rhythmus-Sektion sowie sehr gelungene Gesangspassagen. ‚Headin Home‘, das mit (6:01) längste Stück der CD,  fällt getragener und verspielter aus. Der Härtegrad wird deutlich zurückgefahren. Eine interessante, sehr eigenständige Komposition, die im Kontrast zu den bisher eher kräftiger rockenden Songs steht.

Die folgenden Titel ‚Lost My Voice“ (4:16) und ‚Run Away‘ (4:08) fallen ebenfalls ruhiger und atmosphärischer aus, wobei das Letztgenannte deutlich balladeske Züge zeigt. Bei ‚Queen Of Lies‘ (4:45) stechen die prägnanten Bassläufe hervor, die ein vergleichsweise kommerzielles und buntes Gesamtarrangement bereichern. Nach ‚Create Control‘ (2:59), einem kurzen, instrumentalen Zwischenspiel, folgt mit ‚Lost Time‘ (5:43) eine weitere facettenreiche Komposition, die im Aufbau, Charakter und Härte dem Stil von Rush ähnelt.

Mit ‚Lost Time‘ (4:35), einer wunderschönen Ballade mit bombastischem Finale, stellt die Band ihr Können ein weiteres Mal eindrucksvoll unter Beweis. Den Abschluss dieses gelungenen Debüts macht der Titelsong ‚Ready For The Outcry‘ (4:42), eine perfekte Zusammenfassung des Stils von C309, wobei hier Einflüssen von Rush, Saga oder Toto zu hören sind.

C309 bringen frischen Wind in den modernen Prog-Zirkus und legen eine erste Eigenveröffentlichung vor, die den Vergleich mit professionellen Produktionen etablierter Acts keineswegs zu scheuen braucht. Chapeau!
Bewertung: 11/15 Punkten 

C309 (Foto: Band)

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C309 – Ready For The Outcry

von Tim Stecher Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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