Riverside – Love, Fear And The Time Machine

Riverside-LoveFearAndTheTimeMachine-2015-Cover(60:30, CD, InsideOut/Universal, 2015)
Der sechste Riverside-Studio-Langspieler trägt sechs Wörter im Albumnahmen und – weitaus wichtiger – rappelt nur so vor starken Melodien. Inzwischen stehen Mariusz Duda & Co. – falls der Vergleich gestattet ist – gewissermaßen näher bei der No-Man- als bei der “Deadwing”-Seite eines Steven Wilson.

Mit den (nur auf ‘Saturate Me’ noch bratzelnden) ProgMetal-Riffs wichen auch die Longtracks, länger als acht Minuten läuft hier nichts. Das passt aber exzellent zur Eingängig- und Zugänglichkeit von nahezu gelöst wirkenden Tracks wie ‘Under The Pillow’. Und das Trademark charakteristisch-wuchtiger Bass-Linien blieb ja erhalten: Gut hörbar etwa bei”Addicted’, ‘Afloat’, ‘Caterpillar And The Barbed Wire’. Letzteres Stück verwöhnt den RetroProgger auch mit herrlich warmen Orgel-Sounds, genau wie das sanft ‘Lucky Man’ von EL&P umspielende ‘Found (The Unexpected Flaw Of Searching)’. Schöne, ruhige, “herbsttaugliche” Musik mit Tiefgang und dennoch Bewegung.
Bewertung: 12/15 Punkten (HK 12, JM 12, KR 12, KS 12)

PS: Inzwischen ist uns sogar die “Limited Edition” in die Finger geraten. Fans können hier auf Disc2 (“Day Session”) 27 Minuten lang das Ambient-Ufer von von Riverside abschreiten. Bis auf textlose “Ahhhs” instrumental bleibend und in äußerst getragenem Tempo fließen Kompositionen wie “Heavenland” einfach und wunderschön dahin – ein ungewöhnlicher und wahrhaft wertiger Bonus.

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