Robert Schroeder – Velocity

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(64:12, CD, Spheric Music, 2017)
Mit gewohnter Zuverlässigkeit meldet sich Spheric Musics Dauergast Robert Schroeder wieder zu Wort. Auch diesmal, wie man es von ihm schon kennt, mit einem wunderschönen, entspannten Elektronikalbum, das zuhauf Genre-übliche Trademarks bietet.

Wer nie etwas mit der Musik des Aacheners anfangen konnte, wird mit „Velocity“ auch nicht überzeugt werden. Doch wer seine Musik mag, wird von diesem Werk begeistert sein. Dass der Musiker auf eine beträchtliche Fanschar verweisen kann, kommt nicht von ungefähr und erhält dieses Jahr eine ganz besondere Bestätigung, wenn Schroeder in Bochum für sein Lebenswerk den Schallwelle-Ehrenpreis erhält.

Das aktuelle Album enthält sieben Songs mit Spielzeiten zwischen sieben und gut elf Minuten, die teils flott, teils aber auch ausgesprochen entspannt daher kommen. Die schnellen Nummern bieten stets eine gute Portion Melodie und sind nie übermäßig hektisch, während die ruhigen Songs teils wunderschön sind. So beispielsweise das abschließende ‚Psychedelic‘, das den Hörer weniger psychedelisch als vielmehr extrem relaxt verzaubert, wobei  – für Schroeder typisch – Mellotronchöre zum Einsatz kommen, die hier an Passagen aus „The Lamb Lies Down On Broadway“ erinnern.

Im Booklet findet sich eine Erläuterung des Albumtitels. Demnach steht „Velocity“ bei elektronischen Tasteninstrumenten für die Druck- bzw. Anschlagstärke und die Dauer einer niedergedrückten Taste. Aha.

Ein sehr schönes, erfrischendes Elektronikalbum, auf dem Elemente der Berliner Schule mit melodischem Ambient vermischt werden. Eines seiner besten Werke bisher.
Bewertung: 12/15 Punkten

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Robert Schroeder – Velocity

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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