Weites Luftmeer- Siebenunddreißigachtundvierzig

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(37:48, LP, Tonzonen/Clear Spot, 2016)
Ein buddhistischer Meditationslehrer (der Name ist der Redaktion bekannt) arbeitet gerne mit der Vorstellung bzw. Suggestion eines „Ocean of Time“. Die instrumentale „psychedelische Gitarrenmusik“ von Weites Luftmeer aus München müsste eigentlich ähnlich vertiefungsfördernd wirken können, auch wenn hier etwas mehr Fuzz, Twang und Distortion an den Start gebracht werden, als bei eher elektronischen Tonzonen-Releases wie beispielsweise Sounds Of New Soma.

Doch dieses kernig brutzelnde Verzerren, dieser wunderbar intensiv verhallte Raumklang – vor allem beim eröffnenden ‚Isosceles – sie zählen gerade zu den besonderen Geheimnissen dieses Meeres.

Bei ‚Buoyancy‘ meint man dann tatsächlich sogar Wellenschlag und Gischt zu spüren. Das elfminütige ‚Trail Of Thoughts‘ würde sich auf vielen Progrock-Alben exzellent machen, und beim abschließenden ‚Oxykotin‘ wird wieder dieses Gefühl von fast endloser Weite hör- und erlebbar – schön!

Das Album verursacht auch schon rein optisch ozeanische Gefühle, vor allem wegen des auf das kunstvolle Artwork sensibel abgestimmten Transparant-Magenta-Tons des uns vorliegenden 180g-Vinyls (limitiert auf 300 Exempare; schwarz: 200 Exemplare). Wie immer bei diesem Label gibt es einen Download Code dazu. Diese hoch spannende Band besteht seit 2012, seit 2015 aus Kim Zindikus (Schlagzeug, Bass, Tasteninstrumente) und Jochen Zindikus (Gitarre). Thank you for sailing with Weites Luftmeer!
Bewertung: 12/15 Punkten


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Über den Autor

Klaus Reckert

"everything happy, and progressive, and occupied" K. Grahame, The Wind In The Willows

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Weites Luftmeer- Siebenunddreißigachtundvierzig

von Klaus Reckert Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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