Teaser: Tony Iommi – Iron Man: My Journey Through Heaven And Hell With Black Sabbath (Buch)

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(Da Capo Press, 2012, 400 Seiten, Paperback, ISBN: 978-0-306-82145-5, Sprache: Englisch)

Im Januar gaben Black Sabbath ihr wohl letztes Deutschlandkonzert in Köln. Danach wird die Band in der jetzigen Besetzung mit Ozzy Osbourne, Tony Iommi, und Geezer Butler in die ewigen Jagdgründe verbannt. Zumindest, wenn es nach Ozzys Frau und Managerin Sharon geht. Ozzy hat schließlich auch noch eine Solokarriere und der Ausflug in seine alte Band war nun doch lang genug. Dass Sharon aber bei Black Sabbath nicht das endgültige Sagen hat, dürfte jedem, der sich ein wenig mit der Geschichte jener Heavy-Metal-Pioniere auseinandergesetzt hat, bekannt sein.

Nein, Black Sabbath, das ist und bleibt Gitarrist (und nebenbei Genre-Begründer) Tony Iommi. Er überlegt durchaus, weiterhin Musik zu machen. Und dass er dafür Ozzy nicht braucht, hat er auch schon oft genug bewiesen. Den ewigen Tourneen wird er jedoch wahrscheinlich wirklich abschwören: Iommi leidet seit einigen Jahren an Krebs. Das ist der Ausgangspunkt für die im englischen Original vorliegende Biografie „Iron Man – My Journey Through Heaven and Hell With Black Sabbath“, erstmals erschienen im Jahre 2011, in unserem Fall mit zwei neuen Kapiteln von 2012.

Iommi schreibt simpel, oft mit einem Schmunzeln, manchmal mit offen eingestandener Scham, die man im Rückblick bekommen kann. Das Buch ist in 92 Kapitel unterteilt, die alle kurz und knackig daherkommen und passende, humorvolle Titel haben. Dabei liegt das Hauptaugenmerk mal auf Albumaufnahmen und Tourneen, mal auf Drogen- und Fraueneskapaden, mal auf Esoterik, mal auf der britischen Eigenart, sich Konflikten nicht zu stellen. Es bleibt detailliert, wird aber nie langweilig oder zäh.

Dazu muss man aber auch sagen, dass Iommis Leben einfach zu abwechslungsreich und spannend verlaufen ist, um Langeweile beim Lesen aufkommen zu lassen. Zusammen mit T.J. Lammers erzählt uns Iommi hier mit teils brutaler Ehrlichkeit chronologisch den Verlauf seines bisherigen Lebens. Von der Geburt 1948 in Birmingham als Enkel italienischer Einwanderer bis zur Krebsdiagnose und der erneuten Reunion von Black Sabbath mit Ozzy Osbourne als Frontmann 2012.

Ganz zu Anfang gibt es aber noch als Einleitung einen Ausflug in die 1960er-Jahre: Es soll sein letzter Arbeitstag in der Metallverarbeitungs-Firma sein, am nächsten Tag will er mit seiner damaligen Band auf Tour gehen. Nach der Mittagspause, nach der er nur auf Anraten seiner Mutter hin noch einmal in die Fabrik geht, um seine Schicht zu beenden, kommt es zu jenem folgenschweren Arbeitsunfall, bei dem Iommi zwei seiner Fingerkuppen verliert. Was für viele Gitarristen das Ende bedeutet, läutet in diesem Fall die Geburt eines neuen Genres ein. Iommi besorgt sich Aufsätze für die Finger, stimmt die Saiten seiner Gitarre herunter und spielt trotzdem. Der neue Sound prägt die Rockmusik – das Genre „Heavy Metal“ wird geboren und Iommis Spielweise wird darin zum Standard. Und das alles wegen eines Unfalls in einer Metallfabrik.

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Über den Autor

Philipp Roettgers

“Journalism is a low trade and a habit worse than heroin, a strange seedy world of misfits and drunkards and failures.” - Hunter S. Thompson. “Art is long and life is short, and success is very far off.” - J. Conrad

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von Philipp Roettgers Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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