t – Epistrophobia

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(78:09, CD, Progressive Promotion Records, 2016)
It’s t time again. Thomas Thielen alias „t“ legt mit “Epistrophobia” sein bereits sechstes Soloalbum vor. Es ist mit fast 80 Minuten randvoll bepackt und wartet mit eigenwilliger und höchst interessanter Musik auf. Die Songs heißen ‚Chapter 4 – A Poet’s Downfall‘, ‚Chapter 5 – Contingencies‘ und ‚Chapter 6 – That Place Beyond The Skies‘ – erkennbar also die Fortsetzung des 2015er-Albums „Fragmentropy“. Und hiermit ist die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt, denn „Epistrophobia“ ist Teil einer Trilogie.

Das Cover ist wieder typisch für den Künstler, musikalisch hatte Thielen bereits auf den vorangegangenen Veröffentlichungen seinen eigenen Stil gefunden, auf dem aktuellen Werk verfeinert er ihn noch weiter. Das gelingt so gut, dass man von seinem bisher besten Werk sprechen kann. Was er hier im Alleingang – Respekt! – zusammengestellt hat, ist schon sehr bemerkenswert.

Es bleiben hier nicht vereinzelte Songs hängen, auch keine tollen Gitarrensoli oder Flitzefinger-Tastenparts. Natürlich spielt der Gesang angesichts der starken Präsenz eine wichtige Rolle, aber aus Rezensentensicht bleibt vor allen Dingen der Eindruck eines sehr stimmungsvollen, vielschichtigen Gesamtwerkes haften. Der Gesang erinnert – keine Überraschung – immer wieder mal an h (Steve Hogarth), in manchen Passagen kommen einem auch Peter Hammill und David Bowie in den Sinn.

Thielen hat das alles sehr geschickt zusammengesetzt, da gibt es die unterschiedlichsten Stimmungen – mal düster, mal melancholisch, dann wieder beinahe heftig ausbrechend. Alles irgendwo zwischen New Artrock und Symphonic Prog, aber in einer Art präsentiert, zu der passende Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Thielen erschafft  einen Klangkosmos in seinem ganz eigenen Stil.  Irgendwie lässt der sich nicht konkret fassen, trotzdem kann man sagen, dass dies typische t-Musik ist. Einzelne Songs herauszupicken, macht kaum Sinn, das Album spricht als Ganzes für sich.
Bewertung: 11/15 Punkten (JM 11, KR 11, KS 11)

t (Foto: Künstler)

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t – Epistrophobia

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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