Sounds Of New Soma – Moebius Tunnel

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(55:28, CD, Tonzonen/Clear Spot, 2016)
MoonbootGaze – so könnte man den attraktiven Zwitter nennen, den Alex Djelassi und Tonzonen-Chef Dirk Raupach hier ins Leben gerufen haben.

Ob ‚Lyserdelfin‘ wohl etwas mit Lysergsäure/C20H25N3O zu tun haben mag? Bewusstseinsweitend genug wirkt die tastende, mehr auf Effekte als auf eine zentrale Melodie setzende musikalische Meditation allemal.

Dass es bei S.O.N.S. eindeutig in die psychedelisierende Richtung geht, zeigt auch das erhaben vor sich hin gluckernde und blubbernde ‚Kosmonautenglück‘ mit seinen schönen Echo-Effekten (Kopfhörer-Futter!) und Funkspruch-Samples. Doch Obacht – wir treiben auf eine ‚Subraumverzerrung‘ mit dramatischem Flüstergesang zu! Mit einer kleinen Dosis ‚Stech/Apfel‘ und den sofort aufkommenden Sitar-Drones wird auch diese Hürde elegant genommen.

Im Folgenden scheinen Tangerine Dream und Kraftwerk zu einem ‚Morgengebet‘ zusammen gekommen zu sein. ‚Neuland‘ ist für uns alle nicht nur das Internet, wie Mutti Merkel uns lehrte, es ist auch die sanft verwehende Schlussnummer für dieses trotz langer Laufzeit kurzweilige und wunderbar somatisch auf etwaige eigene Unruhe und Stimmungen einwirkende Album. Der Klang im „Moebius Tunnel“ ist untadelig, schließlich übernahm Eroc das Mastering.

Das Duo experimentiert bereits seit 2012 an seinen somatischen Klängen. Das blaue Vinyl (180g, mit Download Code, signierter Karte und Aufkleber) ist bereits ausverkauft, Interessenten bleibt aber noch die allerdings gleichfalls (auf immerhin 500 Exemplare) limitierte CD.
Bewertung: 12/15 Punkten

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Über den Autor

Klaus Reckert

"everything happy, and progressive, and occupied" K. Grahame, The Wind In The Willows

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Sounds Of New Soma – Moebius Tunnel

von Klaus Reckert Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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