NORÐ – Alpha (EP)

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(21:30, CD, Inverse Records, 2017)
Hoch aus dem NORÐen – okay, ein äußerst missglücktes Wortspiel – beehrt uns besagte Band mit einer schmucken EP voll doomiger Metalklänge. Die Musik auf „Alpha“ kommt wundervoll altmodisch daher. Zwar werden proggige Elemnte versprochen, zu hören gibt es davon aber eher wenige. Dafür erinnert manches an ältere Doom- und Death-Metal-Zeiten.

Schleppende Riffs vereinen sich auf „Alpha“ mit Growls und tiefen Bässen. Macht Spaß! Trotzdem fehlen Sänger Bjarne Brogaard Matthiesen noch ein wenig die letzte Verzweiflung und nordisch melancholische Grundhaltung, um ganz zu überzeugen. Er schwankt zu oft zwischen Aggressiviät und leicht gespielten Emotionen, zu hören auf einer The Cure-Einlage bei ‚Roseship Garden‘. Er sollte sich bald für eine Seite entscheiden, die aggressive stände der Musik besser zu Gesicht.

Richtig spaßig wird es auf ‚Restless‘ und ‚Omega‘, die Songs beweisen mal wieder, dass griffige Riffs immer wieder aufs neue überzeugen können. Fast ein wenig Black-Sabbath-Feeling kommt hier auf.

NORÐ gelingt eine wirklich nette EP, die auf weitere Taten hoffen lässt. Nur Prog findet sich hier eigentlich gar nicht, obwohl die Band Anderes verspricht. Dafür gibt es gelungene Ausflüge in durchaus melodische Death-Metal-Gefilde, die das Retro-Gütesiegel verdienen.
Bewertung: 9/15 Punkten (HK 9, KR 10)

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Über den Autor

Henrik Kropp

Alles wird gut, solange du progressiv bleibst!

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NORÐ – Alpha (EP)

von Henrik Kropp Artikel-Lesezeit: ca. <1 min
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