Fogh Depot – Turmalinturm

0

(40:07, Download, Denovali/Cargo Records, 2017)
Das Moskauer Trio baut sich seinen eigenen Turm – den „Turmalinturm“, der mit dem vor zwei Jahren veröffentlichten Debütalbum als Fundament eine stabile Basis besitzt. Das Fogh Depot erschafft sich sein gänzlich eigenes Paralleluniversum, das hier aus acht in den unterschiedlichsten Farben erstrahlenden und in diversen Frequenzen pulsierenden Fixsternen besteht.

Grob gessetzte Bassläufe verknoten sich mit elektronischen Ausuferungen und fein ziselierten Klavierfiguren mal zu klar gezeichneten Stillleben, mal zu überbordenden Großtaten in Dark Jazz (‚Who The Last Says No‘).

Aber nicht überall, wo nachdenklich und düster musiziert wird, bleibt es dabei. Im wunderbar harmonischen ‚Alice, Bob and Cypher‘ blitzt dann doch wirklich so etwas wie Hoffnung auf. Nicht etwa, dass der „Turmalinturm“ in seiner Größe auf Hoffnungslosigkeit gebaut wäre – Melancholie wäre aber hier vielleicht die bessere Formulierung. Denn melancholische Arrangements wie etwa mit dem Saxophon im transparenten ‚Medusa‘ verstärken diese Stimmung.

Und dann ‚Turmalin‘, das mit seinem prägnanten Bass so auch von Red Snapper stammen könnte. Wenn die denn ihren Sound bis auf den Grundgerüst entschlacken würden. Auch auf schwarzem oder durchscheinend-rotem Vinyl erhältlich.
Bewertung: 11/15 Punkten (CA 11, KR 12)

Surftipps zu Fogh Depot:
Homepage
Facebook
Twitter
Soundcloud
Bandcamp
Spotify
last.fm

Teilen.

Über den Autor

Carsten Agthe

-Vermessungsingenieur -Weltenbummler -involviert in: Ornah-Mental, Nostalgia, Vanille & The Woodpeckers, Palin-Drone, Stella Maris, Das Zeichen (RIP), Schl@g, Karmacosmic...

Antworten

Fogh Depot – Turmalinturm

von Carsten Agthe Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
0