Slivovitz – All You Can Eat

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(47:35, CD, MoonJune Records, 2015)
Nach vier Jahren Pause brachte die neapolitanische Band Slivovitz Ende letzten Jahres ihr drittes Album „All You Can Eat“ heraus. Die Vorgänger „Hubris“ (2009) und „Bani Ahead“ (2011) waren hoch gelobt worden.

Die Gruppe bietet interessante Musik: Zum einen gibt es typische Prog-Elemente wie Synthiesounds und verzerrte Gitarren, wechselnde Themen und Klänge, interessante Rhythmen, und erst diese Bläser – Moment, da befinden wir uns ja bereits beim Jazz. Vielleicht liegen die beiden Bereiche doch näher aneinander, als man denkt?

Das tun sie! Was uns hier geboten wird, ist reinster Progressive Jazz. Und man bekommt vor Staunen den Mund nicht zu, wenn man den sieben Musikern über die acht instrumentalen Tracks aufmerksam lauscht. Ein vielleicht noch irgendwo treffender Vergleich wären Frank Zappa and the Mothers Of Invention, aber auch da gibt es nur gelegentliche Berührungspunkte.

Hier wird gefreejazzt und geprogt was das Zeug hält. Der Titel „All You Can Eat“ ist übrigens Programm. So bewegen wir uns anscheinend eine komplette internationale Speisekarte herauf und herunter – von ‚Persian Nights‘ über einen ‚Hangover‘ einige Tracks später, bis hin zur ‚Currywurst‘.

Was soll man sagen? Einer solchen Band und einem solchen Album gebührt ein etwas ungewöhnliches und daher passendes Review. Es hat geschmeckt, sehr sogar. War wirklich lecker. Ich hätte gern noch einen Nachschlag.
Bewertung: 11/15 Punkten (KR 11, PR 11)

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Über den Autor

Philipp Roettgers

“Journalism is a low trade and a habit worse than heroin, a strange seedy world of misfits and drunkards and failures.” - Hunter S. Thompson. “Art is long and life is short, and success is very far off.” - J. Conrad

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Slivovitz – All You Can Eat

von Philipp Roettgers Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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