Zip Tang – Private Shangri-La

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20254_g(47:01, CD, Eigenveröffentlichung/Just for Kicks, 2015)
Vor einem Jahr schon haben Zip Tang aus Chicago ihr fünftes Studioalbum „Private Shangri-La“ im Eigenvertrieb herausgebracht. Die Band ist zu einem Trio geworden (Perry Merrit an Gesang, Gitarre, Synths/Rick Wolfe an Bass und Gesang/Fred Faller an den Drums) und vermischt ihre rockigen Wurzeln mit progressiven Anleihen, was das Album einen Schritt weiter führt als vorherige Veröffentlichungen.

‚Cigarette Burns‘ beginnt mit spacigen Sounds und Roboterstimme. Der Song erzeugt eine düstere, bedrohliche Atmosphäre, die ein wenig etwas von Dios Black Sabbath hat.

Die Akustik-Gitarre und die Stimme erinnern jedoch eher an Roger Waters, der folgende harte Part hat etwas vertrackt Porcupine Tree-mäßiges. Das Lied legt den Grundstein für den Rest des Albums. Eine Mischung aus progressiven, rockigen, jazzigen Elementen.

‚Knowing‘ ist komplex und rhytmisch interessant, da scheint etwas King Crimson durch. ‚Exit 94‘ hat phasenweise wieder etwas von Porcupine Tree.

Der Anfang von ‚Big Crunch‘ ist traumhaft, einer der Höhepunkte des Albums. Wenn man Vergleiche ziehen möchte, dann eventuell ein wenig zu Pink Floyd. Aber nur eventuell. Dass die Band zu einem Trio geschrumpft ist, ist – wie schon öfter in der Musikgeschichte – kein Übel. Im Gegenteil! Sie agiert so kreativ und virtuos, dass man sich schon jetzt auf den Nachfolger von „Private Shangri-La“ freuen kann.
Bewertung: 10/15 Punkten (KR 10, PR 10)

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Über den Autor

Philipp Roettgers

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Zip Tang – Private Shangri-La

von Philipp Roettgers Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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