Nosound – Scintilla

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Nosound-Scintilla-2016-Cover(48:59, CD, Kscope/Edel, 2016)
Eigentlich wäre ja „Nobullshit“ ein viel besserer Name für das stets qualitätssichere italienische Quintett um Giancarlo Erra. Ein Jahr nach dem buchstäblich ganz hoch oben entstandenen audiovisuellen Highlight „Teide 2390“ verblüffen Nosound die Fans mit einem sehr viel direkteren Sound. Weniger sphärische Soundscapes, dafür teils kürzere, bisweilen nahezu radiotaugliche Songs, eine dichtere, erlebnisreichere Struktur der Kompositionen. Und dann auch noch Gaststars!

 

Das mit besonders herrlichen Cello-Parts auftrumpfende ‚Last Lunch‘ erinnert klanglich bereits an einen davon: Anathemas Vincent Cavanagh nämlich, der dann später auf ‚In Celebration Of Life‘ und ‚The Perfect Wife‘ gepflegteste Melancholie verbreitet. Der weitere Gast und populäre Sänger Andrea Chimenti hat ‚Sogno e Incendio‘ mit geschrieben und singt es ungemein eindringlich und mit einer David Bowie nicht ganz unähnlichen Stimmlage zu nicht viel mehr als einem sehr präsenten Barjazz-Schlagzeug und eher hintergründig abgemischten Klavierläufen.

‚Emily‘ kehrt zurück zum englischen Idiom und zu edler Total-Schwermut, während das Titelstück schließlich das Album in Pink-Floyd-hafter Schlichtheit und Schönheit vollendet.

Fazit: „Scintilla“ (zu deutsch: Fünkchen) könnte als Nosounds „Weather Systems“ in die Musik-Geschichtsbücher eingehen.
Bewertung: 12/15 Punkten (KS 10, KR 12)

Nosound (Foto: Band)

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Klaus Reckert

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Nosound – Scintilla

von Klaus Reckert Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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