Rider Where The Trees Are Low – Movies and Conversations

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RWTTAL(72:16, CD, Eigenvertrieb, 2016)
Dieses Projekt des Marburger Musikers Jan Thiede nennt sich Rider Where The The Trees Are Low – einprägsam ist das nicht gerade, aber es schützt vor Verwechslungsgefahr. Drei Gäste unterstützten ihn bei drei der insgesamt zehn Songs: Susanne Thiede am Piano, Sebastian Freitag an der Leadgitarre und Michael Stett am Bass. Für alles andere ist Thiede selbst zuständig, und das bedeutet in der Hauptsache: Gesang und akustische Gitarre. Metallisches, komplexen Artrock oder schräge RIO-Attacken gibt es hier nicht, stattdessen lässt sich „Movies and Conversations“ als eine Art Singer/Songwriter-Album mit gelegentlichen Akustik-Prog-Elementen beschreiben. Die Aufnahmen erstreckten sich von 2012 bis 2015, gemischt hat sie Dieter Hoffmann alias Starfish64.

Wir hören kurze, griffige Stücke mit einprägsamen Melodien, wie beispielsweise jenes, das den Projektnamen trägt, aber auch längere, ebenfalls meist sparsam instrumentierte Titel, die Raum für Instrumentalpassagen bieten. Das knapp neunminütige ‚Doc Brown‘ geht als eine gute Begründung dafür durch, dass „Movies and Conversations“ hier besprochen wird. Erst recht gilt dies für den über 26-minütigen Longsong ‚The Silent Garden‘, der stellenweise eine Atmosphäre à la Anthony Phillips schafft. Feine Arrangements mit Flöte und Glockenspiel, die Thiede in manche Songs einbringt, sind gut gelungen und werten das Ganze noch auf. Thiedes Stimme wirkt eher unspektakulär, passt aber gut ins Konzept, der Gesangsanteil ist insgesamt ziemlich hoch.

Fazit: Ein schönes Album für Leute, die Lust auf angenehme akustische Klänge mit nur leichtem Prog-Appeal und ohne großes Brimborium haben. Inzwischen agiert RWTTAL als Duo aus Jan Thiede und Sebastian Freitag.
Bewertung: 9/15 Punkten (JM 9, KR 8)

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Rider Where The Trees Are Low – Movies and Conversations

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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