The Enid – Dust

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The Enid - Dust(42:35, CD, Operation Seraphim, 2016)
Nach „Jouney’s end“ (2010) und „Invicta“(2012) beschließen The Enid mit „Dust“ ihre Songzyklus-Trilogie über eine Generationen übergreifende Reise von der Vergangenheit über die Gegenwart bis in die Zukunft.

Der sich aus dem Konzertgeschehen verabschiedende Bandleader Robert John Godfrey selbst bezeichnet „Dust“ als das beste Album dieser Reihe. Man weiß, dass Musiker dazu neigen ihr jeweils aktuelles Werk als Highlight zu betrachten, tatsächlich aber setzt sich die inhaltliche Ausrichtung und Musikalität der Vorgänger hier perfekt fort. Aufs Neue durchsetzen orchestrale, sinfonischen Passagen die Musik, und wieder einmal gerät die opulente, beinahe Musical-artige Ausrichtung mit viel Drama und Pathos beeindruckend. Ein typisches Werk dieser Band, die in ihrer langen Geschichte zu einer sehr eigenständigen, leidenschaftlichen Ausdrucksform gefunden hat.

Die Grenzen zwischen klassischen Einflüssen und kunstvoll verwobenen Melodien aus dem theatralischen Artrock sind fließend, und wie immer verfügen The Enid mit ihrer Symbiose aus Anspruch, Eigenständigkeit und Tiefgang über ein Alleinstellungsmerkmal. Die ausdruckstarke und wandlungsfähige Stimme von Joe Payne dominiert das Album. Enid-Werke der 1970er-Jahre waren ja rein instrumental gehalten, inzwischen aber fühlen sich die Briten ganz offensichtlich auch im vokalen Bereich zu Hause – längst schon gehören mehrstimmige Gesangsharmonien und zarte Zwischenspiele zu ihrem festen Repertoire. Alles in allem präsentieren The Enid mit „Dust“ ein weiteres ebenso gekonntes wie gutes Werk.
Bewertung: 11/15 Punkten (WE 11, KS 11)

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Über den Autor

Kristian Selm

Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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The Enid – Dust

von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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