Sonus Umbra – Beyond The Panopticon

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(43:16, CD, Eigenproduktion/Just for Kicks, 2016)
Sonus Umbra aus Mexico City präsentieren auf „Beyond The Panoptikum“ eine Mischung aus Prog-Rock und leichten Folk-Einflüssen, neben den üblichen Progressive-Elementen ist die Querflöte ist sehr prominent vertreten. Daher drängen sich Vergleiche zu Jethro Tull auf, und tatsächlich atmen einige der Titel durchaus den Geist alter Tull-Werke.

Leider kommen die Musiker um Bandleader Luis Nasser (Bass) nie über gehobenes Mittelmaß hinaus. Dies liegt zu einem an der recht muffigen Produktion, zum anderen an den nie ganz zu Ende gedachten Arrangements. Ganz deutlich zu hören bei ‚Blood and Diamonds‘, dessen Refrain an die ersten Gehversuche einer Schülerband erinnert und damit die durchaus ansprechenden instrumentalen Parts des Titels konterkariert. Das Sängerpaar Brittany Lee Moffit und Roey-Ben-Yoseph tut ein Übriges, es versprüht nur selten Esprit. Man meint nachts um drei Uhr den Auftritt einer Cover-Band zu hören, die endlich einfach nur nach Hause möchte. Ein gutes Beispiel dafür ist ‚Alone Together Alone‘ – durchaus hörenswert eingespielt zwar, aber durch den flachen Gesang verliert es zu viel. In ‚Love Undone‘ beweisen die beiden, dass sie es besser können. Umso unerklärlicher, dass sie es bei den anderen Stücken nicht zeigen.

Es gibt aber nicht nur Schatten, sondern auch Licht: Die instrumentalen Stücke des Albums überzeugen oft durch nette Einfälle. Auch beherrschen die Musiker ihre Instrumente durchaus, besonders Steve Royce an besagter Querflöte. ‚Paramnesia‘ ist einer der hörenswerteren Titel der CD, hier geht der Plan der Band wohl am besten auf.

Unterm Strich bleibt zu wenig, um von einem echten Geheimtipp zu sprechen. Schade, denn Potenzial ist zu erkennen. Aber der uninspirierte Gesang enttäuscht bis auf die erwähnte Ausnahme auf ganzer Linie.
Bewertung: 8/15 Punkten (HK 8, KR 7)

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Über den Autor

Henrik Kropp

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Sonus Umbra – Beyond The Panopticon

von Henrik Kropp Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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