Placebo – Sleeping With Ghosts (Vinyl Reissue)

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Sleeping with ghosts(46:31, LP, Universal Music, 2003/2016)
Das 2003 erschienene vierte Studioalbum von Placebo mit dem Titel „Sleeping With Ghosts“ war besonders in Deutschland ausgesprochen erfolgreich, es brachte die Band hierzulande auf die ganz großen Bühnen. Auf Vinyl erschien es für den europäischen Markt nur in geringer Auflage. Es war entsprechend schnell vergriffen und entwickelte ich zu einem begehrten Sammlerobjekt, das auf Börsen hohe Preise erzielte. Anfang dieses Jahres wurde „Sleeping With Ghosts“ nun in zwei Version neu als LP aufgelegt. Außer der Standardversion ist zur Zeit auch eine limitierte Edition auf blauem Vinyl erhältlich.

Blue Vinyl

Stilistisch mischten die Briten ihrem zuvor definierten Alternative Rock auf „Sleeping With Ghosts“ vermehrt elektronische Sounds und vereinzelt auch Industrialklänge bei, ein schönes Beispiel hierfür ist ‚Something Rotten‘. Stellenweise, zum Beispiel bei ‚Special Needs‘, ist die Grundstimmung mit jener der US-Band Dredg auf dem Album „Catch without Arms“ vergleichbar . Geschmacksache ist seit jeher Brian Molkos zwar prägnante, aber auch ziemlich nasale Stimme. Hier gibt es nicht viel zwischen Lieben und Hassen. Unterm Strich ist „Sleeping With Ghosts“ nicht in die Jahre gekommen und rockt auch heute noch ordentlich. Prog-Puristen werden dem Album allerdings wenig abgewinnen können, ein Blick über den Tellerrand ist hier vonnöten.

Für Fans, die das Album schon immer mal auf Vinyl haben wollten, lohnt sich die Anschaffung. Die vorliegende schwarze LP ist tadellos gepresst und kommt in einem aufwändigen, doppelt faltbaren Gatefold Cover. Auf der Hülle prangt ein Aufkleber mit der Aufschrift „2016 Remaster“, was angesichts des Erscheinungsdatums Mitte Februar unwahrscheinlich anmutet. Nehmen wir also mal an, dass das Album in jüngerer Vergangenheit für dieses Reissue remastered wurde. Klanglich gibt es jedenfalls nichts zu meckern, Daumen Hoch.
Ohne Bewertung

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Über den Autor

Dieter Hoffmann

Dass der Prog-Virus hoch infektiös ist, musste ich bereits in meiner frühen Kindheit erfahren. Während meine Schulfreunde noch sorglos Ilja Richters Disco mit The Sweet und den Bay City Rollers schauen konnten, hatte mich mein älterer Bruder bereits in den frühen Siebzigern mit ELP und Yes verkorkst. Mein erster Radiorekorder und die LP-Hitparade von SWF3 gaben mir mit Genesis und Eloy dann den Rest.