Mantra Vega – The Illusion’s Reckoning

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Mantra Vega - The Illusion's Reckoning(61:29, CD, Black Sand Records/Just For Kicks, 2016)
„The Illusion’s Reckoning“ ist das Debütalbum von Mantra Vega, einer neuen Band um Heather Findlay (ehemals Mostly Autumn) und Dave Kerzner (Sound Of Contact). Das Line-up besteht aus elf Personen mit manchen sehr vertrauten Namen: So kennt und schätzt der Prog-Freund Dave Kilminster als filigranen Gitarristen, der zuletzt mit Steven Wilson in Deutschland auf Tournee war. Zudem mischen unter anderem Troy Donockly (Nightwish, ehemals Iona) und Arjen Lucassen (Ayreon, Star One) mit. Eine durchaus illustre Gesellschaft also.

Die Labelinfo beschreibt „The Illusion’s Reckoning“ als Konzeptalbum, das den Hörer auf die Reise einer Person mitnimmt, die spirituellen Frieden und Zufriedenheit sucht. Dabei werden offenbar in den ersten Songs auf dem Album noch eher düstere Themen behandelt. Erst beim Titeltrack, dem mit knapp zehn Minuten längsten und letzten Song auf dem Silberling, scheint die Suche nach spiritueller und emotionaler Erleuchtung abgeschlossen. Das liest sich nicht uninteressant, nur: Leider klingt es bei weitem nicht so. „The Illusion’s Reckoning“ beginnt nach einem gesprochenen Intro mit „Island“, einem recht unscheinbar dahinplätschernden Song ohne Ecken und Kanten.

Ganz so oberflächlich bleibt es nicht, der im Anschluss folgende Song „Veil Of Ghosts“ ist beispielsweise um einiges abwechslungsreicher, er rockt sogar hier und da. „Mountain Spring“ schlägt in eine ähnliche Kerbe. Gleichwohl überwiegen die ruhigen Momente: „Lake Sunday“, „In A Dream“ und „I’ve Seen Your Star“ sind (Halb-)Balladen.

Fast alle Songs haben eine Eigenschaft gemein: die Länge, leider! Oft ist nach drei bis vier Minuten eigentlich alles gesagt, musikalisch vollziehen sich keine Wendungen mehr. Dennoch bläht die Band viele Stücke arg auf und streckt damit die Laufzeit des Albums über Gebühr.

Unterm Strich bleibt anzumerken, dass das Line-Up zwar ein tolles Werk vermuten ließ, das Album diese Erwartung aber über weite Strecken nicht erfüllt.
Bewertung: 6/15 Punkten (AI 6, DH 7, KR 7)

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Über den Autor

Höre eigentlich alles, was mit großartigen Melodien aufwarten kann, habe mich in den letzten Jahren nach und nach jedoch eher den Richtungen Alternative und Prog zugewandt, bin aber auch sehr offen für die leisen Töne.

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Mantra Vega – The Illusion’s Reckoning

von Andrew Ilms Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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