Mike Oldfield – The Killing Fields (Back To Black, Vinyl-Reissue)

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(37:20, LP + Download, Universal, 2016)
Zeitgleich mit den Alben „Discovery“ und „The 1984 Suite“ ist kürzlich auch Mike Oldfields bislang einziger generischer Soundtrack „The Killing Fields“ als Remaster erschienen. Ein durchaus kurioser Umstand, wenn man bedenkt, dass Oldfields Musik recht häufig für Filme und Dokumentationen verwendet wurde. Das bekannteste Beispiel dafür ist „Der Exorzist“ aus dem Jahr 1973.

„The Killing Fields“ ist hörenswert und auch losgelöst von den Bildern interessant. Man sollte allerdings keine Oldfield-typische Musik erwarten, da ein Großteil der Stücke vom Orchester der Bayerischen Staatsoper unter Leitung von >i>Eberhard Schöner gespielt wird. Das Hauptthema des Films, ‚Pran’s Theme‘, durchzieht das Album in diversen Variationen als roter Faden. Da es aus 19 teils recht kurzen Stücken besteht, entsteht dabei allerdings kein wirklicher Fluss. Wie bei Soundtracks üblich, sind einzelne Sequenzen ohne den Eindruck der Bilder nicht leicht nachzuvollziehen. Auch vermittelt die Musik, anders als bei Oldfield sonst üblich, längst nicht nur Wohlklang, sondern sie kommt, dem Film entsprechend, teils dramatisch und düster daher. Pop wie auf den oben erwähnten Alben findet man hier nicht. Letztlich ist „The Killing Fields“ kein essenzielles Werk in der Diskographie des Künstlers, aber aufgrund seiner Sonderstellung durchaus erwähnenswert.

Klang und Fertigungsqualität der LP sind sehr gut, ein Download Code liegt bei. Hergestellt wurde die Vinyl-Reissue in Tschechien, bei GZ Media. Von den drei in dieser Rezensionsreihe besprochenen Reissues ist „The Killing Fields“ sicher das anspruchsvollste Werk, trotzdem aber wohl lediglich für echte Fans interessant.
Bewertung: 8/15 Punkten (DH 8, KR 7)

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Über den Autor

Dieter Hoffmann

Dass der Prog-Virus hoch infektiös ist, musste ich bereits in meiner frühen Kindheit erfahren. Während meine Schulfreunde noch sorglos Ilja Richters Disco mit The Sweet und den Bay City Rollers schauen konnten, hatte mich mein älterer Bruder bereits in den frühen Siebzigern mit ELP und Yes verkorkst. Mein erster Radiorekorder und die LP-Hitparade von SWF3 gaben mir mit Genesis und Eloy dann den Rest.

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von Dieter Hoffmann Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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