Lee Ritenour & Band, 16.02.16, Bonn, Harmonie

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Es muss nicht immer Prog sein

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Unter diesem Motto stand der nächste gemeinsame Konzertbesuch des Kölner BetreutesProggen-Chapters an. Nach der obligatorischen kleinen kulinarischen Stärkung und der bestmöglichen Wahl des Steh- oder Sitzplatzes konnte es gegen 20.00 Uhr mit der musikalischen Genussreise weitergehen.

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Lee Ritenour gab sich Mitte Februar in Bonn die seltene Ehre. In seiner langen Karriere hat der sympathische US-Amerikaner an sage und schreibe 3.000 Sessions mitgewirkt. Auf seiner „Kunden-“ und Partnerliste stehen namhafte Künstler aus Rock, Jazz und Blues, wie Pink Floyd („The Wall“), Steely Dan („Aja“), Eric Clapton, Frank Sinatra, Bob Dylan, Simon & Garfunkel, Ray Charles, Aretha Franklin, Barbra Streisand, um nur wenige zu nennen.

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Der Abend sollte für die meisten Gäste der gut besuchten Veranstaltung ein ganz besonderes Erlebnis werden. Neben dem Ausnahmemusiker Ritenour war es auch seine hochkarätig besetzte Band, die zum Erfolg beitrug. So sorgte der gebürtige Kölner und jetzige Mainzer Hochschullehrer Dr. Jesse Milliner stets für den richtigen und wohl dosierten Tastenklangteppich. Melvin Lee Davis und sein Bass sind schon lange feste Bestandteile der Lee Ritenour Band – und auch er hat mit vielen Größen gearbeitet. Über welch großartige Qualitäten er verfügt, konnte er eindrucksvoll während des gesamten Konzerts zeigen. Er beherrscht nicht nur sein Instrument. Über wie viele Saiten sein Bass auch verfügt – er lässt sie alle mit einem gewaltigen Sound ertönen. Last but not least bereicherte das „Küken“ der Formation, Lees 23 jähriger Sohn Wesley an den Drums den Abend unter anderem mit dem passendem Trommelgewitter. Ein Generationenkonflikt war zu keiner Zeit erkennbar: die Chemie zwischen sämtlichen Musikern stimmte in jedem Moment. Eingestreute Soli als Möglichkeit, das eigene Können darzustellen, gab es ausreichend. Über allem schwebte aber dennoch Mastermind Ritenour mit seinem virtuosen Gitarrenspiel und dem unverwechselbaren melodischen Sound – they don’t call him „Captain Fingers“ for nothing.

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Fast ausnahmslos konnte sich das Publikum an den neu aufgelegten Titeln seines aktuellen Albums „A Twist Of Rit“ begeistern. Aber auch Klassiker wie das fantastische ‚P.A.l.S‘, das lateinamerikanisch angehauchte ‚Rio Funk‘, ‚Wes Bound‘ oder ‚Stolen Moments‘ kamen nicht zu kurz. Dieser Mix aus Jazz, Fusion, Latin zog die Mehrzahl der angespannt-entspannten Zuhörer in den Bann. Die vielen Facetten zwischen Hintergrund- und anspruchsvoller Jazzmusik machen es immer wieder aus.

Erwähnenswert ist sicherlich auch die in der Harmonie gewohnt exzellente Abmischung und die gemütliche Club-Atmosphäre, die stets zu einem gelungenen Abend beitragen.
Nicht nur für uns war dies ein unvergeßliches Event zumal sich Lee und seine Mannen zur vorgerückten Stunde noch reichlich Zeit für einen Small Talk bzw. die obligatorische Signierung der mitgebrachten Alben nahmen. Jederzeit wieder gern!

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… & Band:
Melvin Lee Davis
Jesse Milliner (Facebook)

Live-Fotos: Timo Riedel

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Über den Autor

Horst-Werner Riedel

Musik spielt seit jeher eine große Rolle für mich. Ursprünglich stand der Sammeltrieb und die Suche nach Neuem im Vordergrund. Erst 2005 eröffnete mir der engere Kontakt zu Gleichgesinnten die Möglichkeit einen intensiveren Blick in die Szene zu erhalten. So blieb es nicht aus, dann auch einmal meine Gedanken und Beobachtungen in Worte zu fassen. Aus dem Blickwinkel des kritischen Betrachters erhalten Konzerte und CD´s oftmals eine tiefergehende Bedeutung und Musik wird neu erlebt.

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Lee Ritenour & Band, 16.02.16, Bonn, Harmonie

von Horst-Werner Riedel Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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