Golden Caves – Bring Me To The Water

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Golden Caves - Bring Me To The Water(34:32, CD-EP, FREIA Music, 2016)
Golden Caves sind fünf junge Leute, die sich 2013 an der Kunstfachhochschule Codarts in Rotterdam kennenlernten und gegen Ende jenes Jahres mit einer fünf Songs umfassenden EP das erste musikalische Lebenszeichen gaben. Bis zum Debütalbum,  das Anfang 2017 erscheinen soll, ist es zwar noch ein bisschen hin, aber mit „Bring Me To The Water“ melden sie sich jetzt schon mal zurück. Die EP beinhaltet die zwei neuen Songs „Bring Me To The Water“ und „My Demon’s Hunt“ sowie remasterte Versionen der Stücke vom ersten Tonträger.

Der Titeltrack „Bring Me To The Water“ eröffnet den Reigen, und schnell wird klar: Sängerin Romy Ouwerkerk versteht ihr Handwerk. Es sind vor allem die lauten Parts, in denen sie Glanzpunkte setzt und zu beeindrucken weiß. Der Titeltrack ist wie für sie gemacht: „Bring Me To The Water“ ist ein sehr schöner Rocksong mit leicht progressiver Note und einem starken Refrain. Neben Romy Ouwerkerk fällt der pumpende Bass von Tim Wensink positiv auf. Ein guter Einstand!

„My Demon’s Hunt“, der zweite neue Song, kann das hohe Niveau nicht ganz halten. Die Ballade kommt etwas schwerfällig daher – man spürt die angezogene Handbremse. Etwas munterer wird es wieder mit „Hey You“, dem ersten der fünf schon etwas betagteren Tracks. Er überzeugt durch einen treibenden Bass und einen Refrain, bei dem sich die Frontfrau einmal mehr beweisen darf. Das folgende „Colors“, der mit 5:48 Minuten längste Song der EP, lebt von einem schönen Kontrast zwischen leisen Parts, in denen sich Gitarrist Alex Ouwehand auszeichnen kann, und lauten Abschnitten, in denen die ganze Band ordentlich rockt. Auch die restlichen drei Tracks machen Spaß. Da wird es mitunter perkussiv, wie in „Nature“, oder aber wechselweise leise und laut, wie in „Strangers“. Und schließlich darf sich auch Keyboarderin Elise Polman bei „Exhiliration“ in den Vordergrund spielen.

„Bring Me To The Water“ überzeugt über weite Strecken durch starke Rocksongs, in die hier und da eine Prise Prog oder auch Alternative eingestreut ist. Interessierte dürfen sich schon jetzt auf Anfang 2017 freuen.
Bewertung: 11/15 Punkten (AI 11, JM 8, KR 8)

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„Bring Me To The Water“ @ Spotify

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Über den Autor

Höre eigentlich alles, was mit großartigen Melodien aufwarten kann, habe mich in den letzten Jahren nach und nach jedoch eher den Richtungen Alternative und Prog zugewandt, bin aber auch sehr offen für die leisen Töne.

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