Taylor’s Universe – Across The Universe

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Dass Instrumentalalben nicht jedermanns Sache sind, ist hinlänglich bekannt. „Across the Universe“ könnte aber den einen oder anderen Instrumental-Muffel vom Gegenteil überzeugen, zumindest dann, wenn wenn man sich im Spannungsfeld zwischen Prog-, Fusion- und Jazz-Rock zuhause fühlt. Robin Taylor, Chef der dänischen Formation Taylor’s Universe legt uns hier einen quirligen Querschnitt aus deren Repertoire vor, bei dem die jüngere Vergangenheit der Formation im Fokus steht. Bei allen sieben Stücken handelt es sich um Neuinterpretationen bzw. überarbeitete Aufnahmen bereits veröffentlichter Titel. So ist jedem Songtitel das Suffix 2015 angehängt.

Dass hier echte Könner am Werk sind, hört man schon nach den ersten Tönen. Ganz besonders kann beispielsweise ‚Salon Bleu‘ mit feinem Saxophon-Spiel und leichten Latin-Anklängen gefallen. In ‚Firestone‘ „crimsont“ es ein bisschen. Bei ‚Tortugas‘ wird es gar etwas psychedelisch. Auch Mellotron-Fans kommen auf ihre Kosten. Wenn anderswo gesungen wird, übernehmen in Taylors Universum Gitarre, Sax und Keys den führenden Part.

Auch an den Reglern wurde hier ganze Arbeit geleistet, die vielschichtigen Arrangements klingen sauber und kraftvoll. Das macht sowohl während einer Autofahrt als auch unter dem Kopfhörer richtig Spaß (beide Varianten hat der Rezensenten in Gänze getestet). Alles in allem ein runde Sache und eine gute Gelegenheit sich mit dem Kosmos von Taylor’s Universe vertraut zu machen.
Bewertung: 11/15 Punkten (DH 11, KR 12)

Surftipps zu Taylor’s Universe:
Bandcamp
Robin Taylor on Progressor

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Über den Autor

Dieter Hoffmann

Dass der Prog-Virus hoch infektiös ist, musste ich bereits in meiner frühen Kindheit erfahren. Während meine Schulfreunde noch sorglos Ilja Richters Disco mit The Sweet und den Bay City Rollers schauen konnten, hatte mich mein älterer Bruder bereits in den frühen Siebzigern mit ELP und Yes verkorkst. Mein erster Radiorekorder und die LP-Hitparade von SWF3 gaben mir mit Genesis und Eloy dann den Rest.

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