Spock’s Beard – The First Twenty Years

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Spock's Beard - The First Twenty Years(76:47 + 79:13, CD, InsideOut, 2015)
Mit diesem Rückblick auf die ersten 20 Jahre ihrer Historie liefern Spock’s Beard auf zwei CDs einen wunderbaren Querschnitt ihres bisherigen musikalischen Weges ab. „The First Twenty Years“ ist keine umfassende Werkschau und punktet auch nicht mit unveröffentlichtem Material. Die einzelnen Phasen der Band werden nur angerissen, sodass dieses Album mehr als Einstieg bzw. als gelungener Überblick zu sehen ist. Jedes der bisher erschienen zwölf Studioalben ist jeweils mit einem Titel vertreten – einzige Ausnahmen mit jeweils zwei Titeln bilden „Beware Of Darkness“ (1997) und „Snow“ (2002). CD1 ist der Ära mit Neal Morse gewidmet, CD2 deckt die Alben mit Nick d’Virgilio und Ted Leonard als Sänger ab.

Natürlich birgt solch eine komprimierte Zusammenstellung immer die Gefahr, dass eben nicht alle persönlichen Highlights vertreten sind. So fehlen  z.B. aus der Neal Morse-Phase ‚Go The Way You Go’, ‚Walking On The Wind’ oder ‚Harm’s Way’. Doch ansonsten darf man den Zuständigen ein gutes Händchen attestieren, denn neben den Klassikern wie z.B. ‚The Light’, ‚The Doorway’, ‚Thoughts’, ‚At The End Of The Day’ oder ‚June’ wurden auch aus der Phase ab 2003 jeweils repräsentative bzw. oftmals sogar die stärksten Albumtitel ausgewählt.


Doch welche Idee steckt hinter dieser Veröffentlichung, wen möchte man damit erreichen? Ist dies der Versuch mit einem kostengünstigen Package nochmals in den Mainstream-Markt vorzudringen und vielleicht doch noch neue Käuferschichten zu erreichen? Ob dies funktioniert sei mal dahingestellt, vor einigen Jahren legte InsideOut mit „The Road Back Home“ bereits eine ähnliche Kompilation von den Flower Kings vor, die leider nicht den erwünschten Erfolg hatte.

So bleiben als hauptsächliches Zielpublikum die progressiven Fans, denen man als nötigen Kaufanreiz mit dem knapp 20-minütigen ‚Falling For Forever’ einen neuen Song anbietet, bei dem Neal Morse sich mit der aktuellen Besetzung zusammentat und teilweise auch den Gesang übernahm. Letztendlich ein typischer Neal Morse-Longtrack in gewohnter Qualität, der zwar nicht herausragt, aber durchaus zu gefallen weiß und mit jeder Menge Dynamikwechseln und guten Soloparts punkten kann. Zudem ist dieses Album als Special Edition mit zusätzlicher DVD erhältlich, auf der u.a. rare Aufnahmen und der Auftritt auf dem Progfest 1997 enthalten sind. Alles also da für den Fan.
Bewertung: 11/15 Punkten (WE 11, KR 11, KS 11)

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Über den Autor

Kristian Selm

Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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Spock’s Beard – The First Twenty Years

von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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