SoundDiary – A Book In My Hand

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SoundDiary-ABookInMyHand
(55:52, CD, Eigenverlag, 2014)
SoundDiary stammen aus Wien und treten auf „A book in my Hand“ in Quintett-Besetzung an, bestehend aus Lukas Staudinger (Gesang, Gitarren), Hannes (Gesang, Gitarren, Flöte, Glockenspiel) und Stefan Pichlmann (Tasten), Martin Ratzka (Bass) und Clemens Langbauer (Schlagzeug). Die Schreibweise ist übrigens so gewollt, da wurde nicht aus Versehen ein Leerzeichen vergessen. Bei „A Book In My Hand“ handelt sich bereits um das zweite Album, das Debüt der Band stammt aus 2010 und ist „InVerse“ betitelt.

Der achtminütige Opener „Mercury Syndrome“ erinnert zu Beginn ein wenig an Mike Oldfield zu frühen Zeiten – zarte, fragile Arrangements mit akustischer Gitarre, Cello und Glockenspiel. Ein charmanter Auftakt, doch man sollte jetzt nicht glauben, dass es auf dem Rest des Albums genauso weitergeht. Denn dort wird man auch durchaus mal etwas schwungvoller, und neben ArtPop und sinfonischen Ansätzen gibt es auch (kurze) Ausflüge in die Bereiche Alternative oder Post-Rock. Auch wenn der Gesang nicht unbedingt zu den besonderen Stärken der Band zu zählen ist, so fällt dies nicht arg ins Gewicht, denn das wird durch ihren Einfallsreichtum wieder aufgefangen, sodass man diesbezüglich ein paar leichte Wackler locker in Kauf nimmt. Da sprudeln die pfiffigen Ideen förmlich nur so heraus, was übrigens auch für die Covergestaltung gilt.

Auch wenn noch nicht alles zu 100 Prozent zünden mag, so bleibt doch festzuhalten, dass SoundDiary eine talentierte Band mit viel Potenzial ist, bei der man schon sehr gespannt auf die nächsten Veröffentlichungen sein darf. Das ist schon recht eigen, was die Österreicher da produzieren. Am ehesten fällt mir als grober Vergleich das smalltape-Projekt des deutschen Multi-Instrumentalisten Philipp Nespital ein.
Bewertung: 10/15 Punkten (JM 10, KS 9)

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SoundDiary – A Book In My Hand

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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