Pallas – Wearewhoweare

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Pallas_ Wearewhoweare(54:28, CD, Eigenveröffentlichung/Just For Kicks, 2014)
Auch wenn bereits der Vorgänger „XXV“ (2010) einen Neustart für Pallas bedeutete, da man sich damals zum ersten Mal ohne Ex-Sänger Alan Reed und mit Paul Mackie als neuem Mann am Mikrofon präsentierte, so ist der Nachfolger „Wearewhoweare“ mehr oder weniger die neu gestaltete Visitenkarte des runderneuerten Sounds der schottischen NeoProg-Legende. Noch immer bestimmt ein Mix aus sinfonischem Neo Prog und leichtem, kernigen Hard Rock Touch den Sound der bereits seit den späten 70ern aktiven Band, doch wirken die acht neuen Tracks auf diesem Album um eine Spur schlüssiger und powervoller. Dass die Band dabei inzwischen ebenfalls auf Vorfinanzierung durch die Fans setzt, scheint ein Zeichen des Zeitgeists zu sein, denn heutzutage funktioniert vieles nur noch mit einer passablen Fanbase, während die klassische Veröffentlichung über eine Plattenfirma immer mehr ausgedient zu haben scheint.

„Wearewhoweare“ baut auf eine Vermischung von neuen, aktuelleren Elementen mit den typischen Pallas-Trademarks, wo es durchaus voluminös und episch zur Sache geht, man aber ebenso noch auf direkte, druckvolle Präsentation mit Gitarrenpower vertraut. Dennoch ist dieses Album nicht unbedingt sofort Liebe auf den ersten Blick, da manches eine Spur zu unauffällig, nicht prägnant genug erscheint. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Band eben in der Vergangenheit bereits Alben abgeliefert hat, bei denen es sofort gefunkt hat. Dennoch wächst „Wearewhoweare“ bei mehrmaligem Anhören, gewinnen Groove, Eingängigkeit und Bombast an innerer Kontur. Heftige Riffs und AOR-Momente funktionieren nebeneinander, ebenso wie weit ausholende Sounds zwischen Ambient und progressiver Färbung.

Alles in allem: zeitgemäßer Neo Prog in gekonnter Umsetzung.
Bewertung: 10/15 Punkten (WE 10, JM 10, KR 10, KS 10)

Surftipps zu Pallas:
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Über den Autor

Kristian Selm

Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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Pallas – Wearewhoweare

von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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